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Wurmkuren bei unseren Haustieren


Würmer brauchen gewisse Vorraussetzungen um in ihrem Wirt überleben zu können. Ein gesundes Immunsystem hat genügend Abwehrmechanismen gegen die verschiedensten Parasiten. Der beste Schutz vor Würmern ist zweifelsohne ein gesundes und intaktes Darmilieu.
Wäre das nicht der Fall, wären alle wild lebenden Tiere längst ausgestorben.
Falsche Haltungsbedingungen, Krankheiten, Stress, aber auch psychische Belastungen können das Immunsystem schwächen und Würmer können (die Betonung liegt hier auf können) sich im Darm ansiedeln.
Nicht jede schlechte Haltungsbedingung oder  Belastung z.b. Stress hat auch einen Wurmbefall zur Folge.
Das Würmer Menschen und Tiere krank machen können, steht außer Frage.
Das man versucht sich davor zu schützen und vorzubeugen ist nur natürlich.
Mit einer Wurmkur kann man jedoch keinem Wurmbefall vorbeugen, sondern nur vorhandene Würmer und Larven abtöten.
Eine erfolgreich durchgeführte chemische Entwurmung lässt nicht nur die Würmer aus dem Darm verschwunden, sondern zerstört auch die Mikroflora des Darm. Dies wiederrum lässt den Darm wieder anfälliger für Wurmbefall werden.
Ist ein Wurmbefall diagnostiziert worden, ist es natürlich nötig diesen zu behandeln. Leichter Wurmbefall lässt sich in der Regel gut homöopathisch behandeln und auch das Darmmilieu lässt sich mit dem passenden homöopathischen Mittel in der Regel sehr gut stabilisieren. So dass die Anfälligkeit für Wurmerkrankungen erheblich nachlässt. Manchmal ist es trotzdem nötig chemisch zu entwurmen. Danach sollte aber auf jeden Fall das Darmmilieu, am besten mit dem passenden homöopathischen Mittel wieder stabilisiert werden..
Prophylaktische Wurmkuren, ohne Diagnose, sollten jedoch wohl überlegt werden. In den 80iger Jahren war es üblich einmal pro Jahr eine prophylaktische Wurmkur durchzuführen. Heutzutage wird zu Abständen von 3 Monaten geraten und gelegentlich sogar noch öfter. Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf den Darm, hat dies zur Folge dass sich Resistenzen einstellen können und die Medikamente im Ernstfall oft nicht mehr wirken.
Welpen werden heutzutage ab dem 10. Tag in der Regel jede Woche entwurmt.

Wie soll sich bei wöchentlicher Abtötung großer Teile der Mikroflora des Darms in Verbindung mit der erheblichen Toxinüberflutung des Stoffwechsels überhaupt ein abwehrkräftiges Immunsystem entwickeln?

Der Aufbau einer natürlichen Resistenz gegen Endoparasiten wird so verhindert und die Entstehung eines funktionierenden Immunsystems wird erschwert.

Wurmbefall ist bei Welpen und bei erwachsenen Tieren nicht so häufig wie oft angenommen wird.
Vor jeder Wurmkur sollte eine Kotprobe labortechnisch untersucht werden und sicherzustellen ob ein Wurmbefall vorliegt. Da nicht jeden Tag und mit jedem Kot Wurmeier ausgeschieden werden, ist es ratsam über zwei bis drei Tage Kot zu sammeln.
Es gibt einen sehr interessanten Artikel von Frau Monika Peichl über Würmer.
Frau Peichl hat mir erlaubt Ihnen diesen Artikel zur Verfügung zu stellen. Bitte beachten Sie das Copyright, der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von Frau Peichl kopiert, vervielfältigt oder vorgeführt werden.
 


Der Wurm und sein Wirt – eine noch längst nicht aufgeklärte Beziehung

 

Von Monika Peichl

 

Würmer können Mensch und Tier zweifellos krank machen. In den Tropen und Subtropen sollen rund 200 Millionen Menschen an Bilharziose (Schistomiasis) leiden, einer Krankheit, die durch Saugwürmer hervorgerufen wird. Die Parasiten schädigen Nieren, Harnwege, Leber und Darm.

 

Katzen und Hunde werden von Band-, Haken- und Spulwürmern befallen. Bei schwerem Befall schädigen sie den Darm und verursachen Durchfälle, sie können innere Organe beeinträchtigen, und massiv verwurmte Tiere magern stark ab, weil ihnen die Würmer die Nährstoffe entziehen.

 

Ist es daher richtig, zur Vorsorge regelmäßig – zum Beispiel alle drei Monate – zu entwurmen, wie man oft lesen kann? Dr. Doris Quinten-Gräf rät in ihrem Buch „Was fehlt denn meiner Katze?“ davon ab: „Außer bei Katzenbabys, die grundsätzlich nach dem Absetzen von der Mutter entwurmt werden sollten, ist eine regelmäßige Entwurmung nicht zu empfehlen. Durch eine mikroskopische Kotuntersuchung sollte zunächst festgestellt werden, ob die Katze tatsächlich Würmer in ihrem Darm beherbergt. Nur dann, wenn das Tier wirklich verwurmt ist, sollte ein Medikament gegeben werden. Unnötiges Entwurmen belastet die Leber.“ (1)

 

Vielleicht gibt es aber noch einen anderen Grund, nicht dauernd Wurmmittel zu verabreichen. Es könnte sich nämlich herausstellen, dass Würmer nicht nur von Übel sind, solange sie nicht überhand nehmen im Körper ihres Wirtes und ihn krank machen. Es deutet vieles darauf hin, dass Würmer im Immunsystem sogar eine wichtige Rolle spielen. Allergologen diskutieren schon länger einen Zusammenhang von Wurmbefall im Kindesalter und Allergieentstehung: Menschen, die als Kind Würmer hatten, erkranken weniger häufig an Allergien als solche, die nie mit diesen Parasiten infiziert waren.

 

Und dann gibt es auch noch das „afrikanische Rätsel“: Menschen in Lateinamerika und in Afrika sind gleichermaßen mit Helicobacter pylori befallen. Dieses Bakterium kann im Magen Krankheiten von der Schleimhautentzündung bis hin zum Krebs verursachen. In Afrika tritt Magenkrebs aber viel seltener auf als in Lateinamerika. Als mögliche Erklärung dafür wird diskutiert, dass gleichzeitiger Wurmbefall die Afrikaner vor diesen Folgen der Helicobacter-Infektion schützt. Bei Mäusen ist das jedenfalls so, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.

 

Inzwischen wird die vorteilhafte Wirkung von Wurmbefall sogar schon beim Menschen therapeutisch genutzt. Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) werden mit einem Cocktail aus Eiern des Schweinepeitschenwurms Trichuris suis behandelt, in Placebo-kontrollierten Studien wurden Erfolgsraten von 80 Prozent erreicht („Cocktail mit Wurmeiern bringt entzündeten Darm zur Ruhe“, Ärzte Zeitung, 4. Februar 2005).

 

Sicherlich kann man aus den heute vorliegenden Daten nicht den Schluss ziehen, dass Würmer per se gesund sind und alle Katzen und Hunde lieber ein bisschen verwurmt sein sollten. Wurmbefall kann zum Beispiel Impfungen zunichte machen, was auch ein Grund ist, weshalb die Welpen vor den ersten Impfungen dagegen behandelt werden sollen. Ausgewachsene Katzen (und Hunde) aber brauchen nicht ständig entwurmt zu werden, schon gar nicht Wohnungskatzen. Gegen routinemäßige Entwurmung ausgewachsener Tiere spricht zudem, dass sie durchaus aus eigener Kraft mit Würmern fertig werden können, erst recht dann, wenn sie artgerecht mit rohem Fleisch ernährt werden und einen gesunden, robusten Darm haben. Für Tiere, die diese Parasiten nicht selbst in Schach halten können, besteht aber auch Hoffnung. Wissenschaftler arbeiten daran, den natürlichen Abstoßungsmechanismus im Darm zu ergründen. Vielleicht ermöglichen diese Forschungen eines Tages ein Wurmmittel, das nicht so giftig und belastend ist wie die heute verfügbaren.

 

Nicht nur unnötiges Entwurmen, auch übergroße Hygiene kann schaden. Das wird in der humanmedizinischen Forschung immer deutlicher. Kinder, die auf dem Bauernhof leben und von Anfang an mit vielen Tieren und vielen Keimen in Berührung kommen, neigen weniger zu Asthma und Heuschnupfen. Und: Virusinfektionen im ersten Lebensjahr senken das Allergierisiko in der Kindheit um die Hälfte. In der Humanmedizin ist man sich ziemlich einig, dass das Immunsystem beschäftigt sein will, damit es nicht Amok läuft und Allergien und Autoimmunkrankheiten entstehen. Würmer, Bakterien und Viren sind Trainingspartner für das Immunsystem von Mensch und Tier. Die Auseinandersetzung insbesondere mit Mykobakterien (Bakterien, die vor allem in der Erde vorkommen) und Würmern ist notwendig, damit sich eine bestimmte Klasse von Immunzellen (die „regulatorischen“ T-Lymphozyten) richtig ausbildet. Der englische Immunologe Professor Graham Rook schrieb 1998 in „Immunology Today“: „Moderne Impfstoffe, die Bazillenfurcht und übertriebene Hygiene nehmen dem Immunsystem den Informationsinput weg, von dem es abhängig ist.“

 

Die neuen Forschungsansätze über die Rolle von Parasiten bei der Ausbildung des Immunsystems sollten uns nachdenklich machen. Auf jeden Fall sollten wir nicht routinemäßig alle drei Monate oder gar öfter mit Medikamenten auf bloß vermutete Würmer losgehen. Auch wenn gesagt wird, die heutigen Mittel seien gar nicht mehr so toxisch. Mag sein, dass sie nicht mehr so giftig sind wie die früheren, aber harmlos sind sie deshalb noch lange nicht.

  • (1) Anmerkung: Für eine Untersuchung auf Wurmbefall sollten Kotproben von mehreren Tagen gesammelt werden, da die Würmer oder Wurmeier nicht ständig ausgeschieden werden.

 © 2005: Monika Peichl

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