Newsletterarchiv   Buchempfehlungen   Links     Impressum     Szenen aus dem Leben     Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

rhein main trainingszentrum

 

 

Formular
Newsletter abonnieren im 
HTML-Format
Text-Format

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Unterschiede in der Körpersprache Mensch Hund Beschwichtigungssignale


Hunde haben im Umgang mit Artgenossen andere Gepflogenheiten, Rituale und „Höflichkeitsgesten“ wie wir Menschen untereinander. Begrüßen sich zwei sich freundlich gesonnene Menschen gehen Sie gerade aufeinander zu, sehen sich ins Gesicht und in die Augen und strecken sich die Hand entgegen um sich die Hände zu schütteln. Hunde die sich friedlich einander nähern vermeiden es frontal aufeinander zu zugehen, wenden den Blick ab und schlagen einen Bogen, damit es nicht zu einem Konflikt kommt. Also genau das Gegenteil von dem wie zwei sich freundlich gesonnene Menschen sich begrüßen.
Wundern wir uns also nicht, wenn wir frontal auf einen Hund zu gehen, dass dieser sich leicht abwendet. Er reagiert damit auf die vermeidliche „ Bedrohung“ durch unser frontales auf ihn zugehen und versucht uns zu zeigen, das er freundlich ist und an einem Konflikt nicht interessiert ist.
Oft werden zusätzlich noch weiter Signale ausgesendet um dem Entgegenkommenden zu signalisieren, das man nichts böses im Schilde führt. Auf diese Weise wird Konflikten vorgebeugt und kritische Situationen entschärft, ganz so wie es auch unter uns Menschen üblich ist. Nur haben die menschlichen und die hundlichen Gesten unterschiedliche Bedeutung. Natürlich sind die einzelnen Gesten und Verhaltensweisen bei jedem Hund individuell ausgeprägt und unterschiedlich deutlich. Die meisten Hunde haben im Laufe der Zeit gelernt, dass wir Menschen einige merkwürdige Dinge tun und wissen unsere Körpersprache ausgezeichnet zu lesen. Unsere Hunde können mit der Zeit lernen das sie im Zusammenleben mit dem Menschen einige Dinge anders tun sollen wie es die „Hundeetikette“ fordert. Es ist für einen Hund nicht immer einfach sich nach Hundeart richtig zu verhalten und gleichzeitig unseren Befehlen zu folgen. Beides ist nicht immer möglich, geben wir unseren Hunden Zeit zu lernen uns vertrauen zu können und sind wir nicht zu anspruchsvoll was den „bedingungslosen“ Gehorsam betrifft.
Hier einige Beispiele wie Menschen das hundliche Verhalten und Hunde das menschliche Verhalten deuten und die Reaktionen darauf.
 


Menschliches Verhalten:

Wir sehen dem Hund direkt in die Augen.

Was wir damit meinen:

Wie wir es gewohnt sind sehen wir unser Gegenüber an.

Wie es der Hund versteht:

Ich werde angestarrt, da bedroht mich jemand. Warum starrt mich mein Mensch an.

Wie der Hund reagiert:

Um, wie der Hund glaubt, einen Konflikt zu vermeiden, wird er Beschwichtigungsgesten wie den Kopf wegdrehen, blinzeln oder ähnliches zeigen. Spätestens jetzt sollten auch wir die Situation „entschärfen“ und den Blickkontakt unterbrechen.



Menschliches Verhalten:

Wir beugen uns „freundlich“ über einen Hund.

Was wir damit meinen:

Wir wollen und etwas kleiner machen, damit der Hund weiß das er nichts zu befürchten hat und um ihn zu  begrüßen und ihn zu streicheln.

Wie es der Hund versteht:

Für den Hund ist das Überbeugen genauso bedrohlich wie das anstarren.

Wie der Hund reagiert:

Auch hier wird der Hund sich sichtlich unbehaglich fühlen. Es ist besser in die Hocke zu gehen und den Oberkörper leicht nach hinten zu neigen um dem Hund unsere freundliche Absicht zu signalisieren.



Menschliches Verhalten:

Wir streicheln den Hund und tätscheln ihm den Kopf.

Was wir damit meinen:

Wir wollen  ihm unsere Zuneigung zu zeigen und ihn freundlich begrüßen.

Wie es der Hund versteht:

Auch hier kann sich der Hund nicht  wirklich über unsere freundliche Annäherung freuen. Unter Hunden ist auch diese freundliche gemeinte menschliche Geste normalerweise eine Bedrohung.

Wie der Hund reagiert:

Die meisten Hunde ertragen es mit mehr oder weniger Behagen oder Unbehagen. Sie haben im Laufe der Zeit gelernt damit zu leben. Wenn Sie genau beobachten, können Sie die verschiedenen Beschwichtigungssignale sehen wie Lippen lecken, Augen kneifen oder ein Erstarren erkennen.



Menschliches Verhalten:

Es klingelt an der Tür und wir rennen hinter unserem bellenden Hund her.

Was wir damit meinen:

Wir wolle ihn zur Ruhe zu bringen und ihn am Halsband zu fassen bekommen.

Wie es der Hund versteht:

Klasse, mein Mensch hilft mir den „Bösewicht“ zu vertreiben der da vor der Tür steht. Super, mit der Unterstützung des Rudelführers geht es noch viel besser.

Wie der Hund reagiert:

Der Hund wir sich noch mehr ins Zeug legen um uns zu zeigen wie engagiert er das Rudel unterstützt.



Menschliches Verhalten:

Wir sprechen im Befehlston mit lauter strenger oder ärgerlicher Stimme.

Was wir damit meinen:

Wir wollen das der Hund sofort ein Hörzeichen befolgt und z.b. schnell kommt.

Wie es der Hund versteht:

Um einen schlecht gelaunten oder aggressiven Rudelführer macht man besser einen Bogen und kommt ihm nicht zu nahe.

Wie der Hund reagiert:

Ihr Hund wird zögernd herankommen. Er wird eventuell den Schwanz einklemmen und eine mehr oder weniger geduckte Haltung zeigen. Er will Sie beschwichtigen und Ihnen zeigen, das er sich Ihnen unterwirft.

Je strenger die befehlende Stimme desto langsamer wird oft das Kommando das wir gegeben haben ausgeführt. Langsame Bewegungen haben einen beschwichtigenden Effekt, schnelle Bewegungen wirken bedrohlich.

Oder er „erstarrt“ und es sieht so aus, als wollte er nicht gehorchen. Wir haben es hier keineswegs mit einem sturen Hund zu tun oder gar mit einem dominanten Tier. Auch das „ Erstarren“ ist eine bewährt Beschwichtigungsgeste unter Hunden die zur Konfliktvermeidung und bei Bedrohung durch Artgenossen eingesetzt wird. Hören Sie auf bedrohlich zu wirken, seien Sie freundlich und Ihr Hund wird freudig kommen.



Hundliches Verhalten:

Der Hund wedelt mit dem Schwanz.

Wie wir es verstehen:

Wir denken der Hund freut sich und ist freundlich und harmlos.

Wie wir darauf reagieren:

Wir nähern uns dem Hund und streicheln ihn.

Was er damit meint:

Es kommt ganz auf die Situation an und auf die übrige Körpersprache des Tieres. Hunde wedeln auch wenn Sie ängstlich oder unsicher sind, aber auch wenn sie gestresst oder aggressiv sind.

Ist ein Hund z.b. aggressiv wedelt der Schwanz peitschenartig und ist dabei hoch erhoben. Diese Geste bedeutet komm mir nicht näher.



Hundliches Verhalten:

Der Hund springt an uns hoch.

Wie wir es verstehen:

Besonders bei schlechtem Wetter sind wir über solche „Liebesbeweise“ nicht erfreut und halten den Hund für ungezogen.

Wie wir darauf reagieren:

Wir schimpfen mit dem uns freundlich begrüßenden Hund.

Was er damit meint:

Eine freundliche Begrüßungsgeste.



Hundliches Verhalten:

Der Hund versucht uns das Gesicht zu lecken und stupst und mit der Schnauze an den Mund.

Wie wir es verstehen:

Wir empfinden diese Art Kontakt meist als unhygienisch.

Wie wir darauf reagieren:

Wir schubsen ihn weg.

Was er damit meint:

Der Hund zeigt und seine Zuneigung und versichert uns seine Loyalität.



Hundliches Verhalten:

Der Hund soll bei Fuß gehen. An einem entgegenkommenden Hund geht er nicht parallel vorbei, sondern versucht, trotz Ihres Höreichens Fuß, einen Bogen zu laufen.

Wie wir es verstehen:

Der Hund ist ungehorsam.

Wie wir darauf reagieren:

Wir strafen ihn ungerechter Weise. Unser Hund befand sich in einer Konfliktsituation. Er möchte nach Hundemanier ausweichen und so einem Konflikt ausweichen, muss aber unserem Befehl Fuß nachkommen.

Was er damit meint:

Für Hunde ist es ganz normal nicht gradlinig sondern im Bogen aneinander vorbeizulaufen.



Hundliches Verhalten:

Der Hund knurrt.

Wie wir es verstehen:

Der Hund ist aggressiv.

Wie wir darauf reagieren:

Wir glauben der Hund ist widerspenstig oder gar dominant und will im Rang aufsteigen.

Was er damit meint:

Knurren gehört zum normalen Ausdrucksverhalten unserer Hunde. Knurrt ein Hund so kann das verschiedene Ursachen haben. In den seltensten Fällen steckt echte Aggression dahinter. Knurren kann als Drohung oder Warnung gemeint sein. Meist steckt jedoch Unsicherheit oder gar Angst dahinter. Sofern es sich nicht um ein echtes  provozierendes Drohknurren handelt, gehen andere Hunde einem knurrenden Hund meist aus dem Weg. Das hat nichts mir der Rangordnung zu tun und auch ranghöhere Tiere akzeptieren ein Knurren eines rangniederen Tieres. Allerdings sollten wir uns überlegen, warum sich unser Hund genötigt sieht uns anzuknurren und an der Ursache arbeiten und unseren Hund lehren, dass es keinen Grund gibt sich so zu verhalten. Oft genügt es z.b. mehr Vertrauen zu schaffen und z.b beim Bürsten mal ab und zu ein Leckerchen zu geben, damit dieser Vorgang für den Hund etwas Positives ist und nicht nur unangenehm.

nach oben


Soll er, kann er, darf er, Anarchie, Dominanz oder Vermenschlichung

Was es heißt der Ranghöchste zu sein

Kind und Hund

Wurmkur

Baden

Kastration
 

nach oben