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Wie lernt mein Hund
Hunde lernen durch wiederholten Erfolg oder Misserfolg sowie durch Beobachten und Imitation. Erfolg haben für einen Hund bedeutet ein angenehmes Gefühl haben oder ein Bedürfnis befriedigen. Misserfolg bedeutet keine Reaktion auf die Aktion des Hundes oder ein unangenehmes Gefühl. Verhaltensweisen und Verhaltensabläufe die angenehm für den Hund sind oder mit denen er Erfolg hat wird er wiederholen. Verhaltensweisen die für den Hund keinerlei positive Reaktionen bringen, unangenehm sind oder ihm keinen Erfolg bringen wird er nicht sehr oft wiederholen und bald ganz einstellen. So lernt ein Hund von Geburt an durch positive und negative Erfahrungen bestimmte Verhaltensweisen. Was ein Hund für angenehm oder unangenehm empfindet kann durchaus unterschiedlich sein und sich auch von dem unterscheiden was wir Menschen für angenehm oder unangenehm empfinden. Die Lernbereitschaft eines Hundes hängt ab von der Motivation und ob das was erlernt werden soll der individuellen und rassespezifischen Veranlagung des Hundes entspricht. Auf die Motivation haben wir als Halter maßgeblichen Einfluss, auf die individuellen oder rassespezifischen Veranlagungen leider nicht. So wie nicht jeder Mensch musikalisch ist, und durch lernen nur begrenzt Erfolge in der Musik erzielen kann, ist auch nicht jeder Hund automatisch ein guter Fährtensucher. Wir müssen bei dem was wir unseren Hunden beibringen wollen immer berücksichtigen was kann der Hund leisten, was bietet er uns an. Ein Neufundländer wird sicher nie ein Hunderennen gewinnen, aber dafür liebt er das Wasser und apportiert leidenschaftlich ein Spielzeug aus dem See. Jeder Hund ist bemüht sein Bestes zu geben solange wir nicht versuchen ihn zu überfordern und er die Chance hat zu erlernen was wir von ihm erwarten. Druck und Strafe fördern in keinem Fall die Leistungsbereitschaft des Hundes oder lassen uns etwa in seinen Augen als guter Rudelführer erscheinen. Ein weiterer wichtiger Faktor, der Einfluss auf die Lernfähigkeit eines Hundes hat ist die Bindung an seinen Partner Mensch. Bindung bedeutet gegenseitiges Vertrauen und Zuneigung. Um unserem Hund nun zu vermitteln was wir erwarten wenn wir ihm verschiedene Hörzeichen wie „Sitz“ oder „Platz“ geben, muss unser Hund erst die Bedeutung der einzelnen Worte erlernen. Die menschliche Sprache ist in gewisser Weise eine „Fremdsprache“. Wir Menschen kommunizieren hauptsächlich mit Worten, unsere Hunde kommunizieren hauptsächlich mit Körpersignalen. Das führt in der Mensch/Hundbeziehung gelegentlich zu Missverständnissen. Wir Menschen müssen lernen das Verhalten und die Körpersprache unserer Tiere richtig zu interpretieren um hundliches Verhalten verstehen und darauf Einfluss nehmen zu können. Unsere Hund kommunizieren mit uns in der Sprach in der Sie auch mit Ihren Artgenossen kommunizieren. Wir deuten oft die Körpersprache unserer Hund falsch und sind uns ebenfalls oft nicht bewusst welche Signale wir unseren Hunden durch unsere Körpersprache mitteilen. Wir sollten uns immer bewusst machen, dass unsere Hunde zwar die Bedeutung von einigen Dutzend Worten erlernen können und im Laufe des Zusammenlebens mit uns auch lernen unsere Körpersprache zu deuten, aber Sie antworten uns in Ihrer Sprache. Hunde sind in der Lage Gesten, Sicht – und Hörzeichen und die bewusste und unbewusste Körpersprache des Menschen sehr genau zu unterscheiden. Die Basis der Hundeerziehung ist die Kenntnis der hundlichen Sprache und die Kenntnis der natürlichen und rassespezifischen Verhaltensweisen von Hunden. Das bedeutet Verständnis und Erkenntnis der Bedürfnisse und Möglichkeiten unserer Hunde und das Wissen über die Unterschiede des menschlichen und hundlichen Wahrnehmungsvermögens. Hunde kommunizieren mit dem Menschen auf etwa der gleichen intellektuellen Ebene wie Kleinkinder im Alter bis 2 Jahren, sind uns aber was ihr Wahrnehmungsvermögen betrifft weit überlegen.
Das Sehvermögen
Das Sehvermögen ist zwar weniger differenziert wie bei uns Menschen und man nimmt an, dass Hunde Farben anders wahr nehmen, aber dafür ist ihr Blickfeld erheblich weiter. Das heißt das unsere Hund links und rechts Dinge sehen können für die wir den Kopf drehen müssen. Auch bei Dämmerlicht sehen unsere Hunde noch um ein vielfaches besser als wir. Bewegliche Objekte kann ein Hund auf bis zu 1000m Entfernung noch wahrnehmen. Anders sieht es bei unbeweglichen Objekten aus. Im Versuch hat man festgestellt, das ein Hund seinen Herrn auf 30m Entfernung nicht entdecken kann, wenn dieser sich nicht bewegt. Nur Entfernungen abschätzen und unbewegliche Objekte in geringer Entfernung wahrnehmen, dass können wir besser wie unser Hund.
Das Hörvermögen
Wild lebende Wölfe sind in der Lage das Heulen ihrer Artgenossen auf einer Entfernung von mindestens 6 km zu hören. Unsere Hunde können Tonquellen 4 mal besser lokalisieren als wir Menschen und sind uns im Hochfrequenzbereich weit überlegen. Hunde können Töne hören die für uns Menschen im Ultraschallbereich angesiedelt sind. Im Niederfrequenzbereich haben unser Hunde etwa die gleiche Hörfähigkeit wie wir.
Das Riechvermögen
Die Riechfähigkeit des Hundes ist ca. eine Million mal besser als die des Menschen. Unsere Hunde beurteilen und definieren die Umwelt mit der Nase. Sie „sehen“ und „fühlen“ mit der Nase. Riecht ein Hund etwas, erfolgt automatisch eine emotionale Reaktion. Hunde haben ein Gedächtnis für Düfte, ähnlich wie wir Menschen ein visuelles Gedächtnis haben besitzen Hunde eine Art „Duftdatenbank“ die auch für ihr Orientierungsvermögen von großer Wichtigkeit ist. Bluthunde sind z.b. in der Lage einer vier Tage alten Spur über Hunderte von Kilometern zu folgen. Ein Wolf kann Wild auf einer Entfernung von drei Kilometern wittern.
All diese Kenntnisse können wir uns zu nutze machen um mit Konsequenz, Verständnis und Einfühlungsvermögen und unter Berücksichtigung der speziellen Sinneswahrnehmungen, unsere Hunde zu einem angenehmen Begleiter und freundlichen Familienmitglied zu erziehen und eine Partnerschaft die auf Verständnis und Vertrauen basiert einzugehen.
Auf ein bestimmtes Hörzeichen/Sichtzeichen ein Übung ausführen
Richtig motivieren - richtig loben
Richtig spielen
Unerwünschtes Verhalten richtig unterbinden
Erziehungshilfsmittel
Platzregeln
Fotos
Eine Bitte
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